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Thomas J. Gradl, Theatergasse 13, 90402 Nürnberg oder gradl@mail.de 

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Zusätzlich gibt Ihnen die Erfahrung aus meinen über 50-jährigen Dienst für den Sammler noch eine fachliche Sicherheit.
So finden Sie zusätzlich die Angabe des Zustandes (der Erhaltung) in den Beschreibungen.

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I = ungebraucht,                   I- = kaum gebraucht (bzw. ungebraucht mit fehlender Verpackung),                  II = wenig gebraucht (wenig Mängel),
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Posara ist die Abkürzung für Posten, Sammlungen und Raritäten.

+++ Hier werden keine vergoldeten Farbmedaillen oder überteuerte Minigoldstücke angeboten - nur historische und solide Sammlerexemplare.
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Meine Leitlinie:
Ich bemühe mich in diesen Seiten für Archive, Sammler und Wiederverkäufer interessante Stücke und Seltenheiten sowie Posten und Sammlungen zugänglich zu machen.

Mein Bestreben:
ungewöhnliche und seltene Stücke zu offerieren.

In meinen über 50 Jahren Sammlerdienst habe ich schon viel interessante Dinge gesehen. Die Erfahrung als Händler, Versteigerer, Verleger - u.a. Gründer der Zeitschrift "Münzen & Papiergeld" - gebe ich ab dem 17. November 2021 auch in den Internet-Angeboten weiter.

Eine Überprüfung der posara-Angebotspreise Ihrerseits wird ergeben, daß die Preisgestaltung eine günstige ist.
Bei den sehr seltenen Objekten entsprechen die Preise leider nicht immer dem Wunsch der Erwerber. Diese Preise geben aber das Ausmaß der Nachfrage bei einer Seltenheit wieder - solche Objekte sind manchmal nur einmal in Jahrzehnten zugänglich.

Den Verpflichtungen aus der Ehrenmitgliedschaft in verschiedenen Vereinen komme ich gerne nach.
Ich bemühe mich den Zustand der Objekte korrekt zu beschreiben.

Mit freundlichen Grüßen, Thomas J. Gradl

Hinweis Drittes Reich

Auf den Seiten von posara.de werden Objekte des III. Reiches nur zu Zwecken der privaten Sammlung, der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr grundgesetzwidriger und grundgesetzfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen und kunsthistorischen Forschung, der Aufklärung oder Berichterstattung über die Vorgänge des Zeitgeschehens oder der militärhistorischen und uniformkundlichen Forschung angeboten. Der Käufer verpflichtet sich, diese Objekte nur für seine Sammlung sowie historische und wissenschaftliche Zwecken aus oben genannten Gründen zu erwerben und sie in keiner Weise propagandistisch (insbesondere im Sinne des § 86a StGB) zu benutzen.

 
 

 

Der Goldraub von Manching

Bankrott einer Kulturnation

Der Goldraub von Manching offenbart einmal mehr den schludrigen Umgang hierzulande mit dem kulturellen Erbe

René Nehring
02.12.2022

Der Raub des Kelten-Goldschatzes von Manching ist ein Desaster. Am 22. November 2022 brachen Unbekannte in das Kelten-Römer-Museum in der oberbayerischen Marktgemeinde ein und stahlen sämtliche 483 Goldmünzen sowie einen rund 200 Gramm schweren Goldklumpen aus der Zeit um 100 vor Christus.

Nur neun Minuten brauchten die Täter, um einen der größten Goldfunde des 20. Jahrhunderts ins Ungewisse verschwinden zu lassen. „Ungewiss“ vor allem deshalb, weil angesichts der Tatsache, dass derartige Schätze gewöhnlich schwer zu verkaufen sind, zu befürchten ist, dass die Münzen eingeschmolzen werden. Zuvor hatten die Räuber mehrere Glasfaserkabel der Telekom durchtrennt und so nicht nur den Zugang der Gemeinde zum Internet gekappt, sondern auch die Alarmanlage des Museums ausgeschaltet.

Nachlässigkeit und Ignoranz

Die Umstände des Goldraubs sind bezeichnend für den Umgang des deutschen Rechts- und Kulturstaats mit den ihm anvertrauten Gütern. Denn das Verbrechen von Manching ist nicht das erste dieser Art. Im November 2019 brachen Diebe in das Dresdner Grüne Gewölbe ein und stahlen 21 Schmuckstücke mit rund 4300 Diamanten in einem Gesamtwert von weit über 100 Millionen Euro. Im März 2017 raubten Einbrecher eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum. Der Schaden hier: knapp vier Millionen Euro. Und im März 2008 stahlen Räuber das Borghorster Stiftskreuz, das zu den bedeutendsten Goldschmiedearbeiten der Ottonen-Zeit gehört.

Eine solche Häufung von Vorfällen wirft Fragen auf. Eine naheliegende ist die nach den Tätern, die ausweislich ihres Vorgehens absolute Profis waren. In der Sache des Juwelenraubs von Dresden stehen sechs Mitglieder des arabischen Remmo-Clans vor Gericht, der seit Jahren regelmäßig im Zusammenhang mit schwersten Straftaten genannt wird. Und für den Einbruch im Bode-Museum wurden zwei Remmo-Clan-Mitglieder zu je viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Da beide Verbrechen eine ähnliche Handschrift wie der Raub von Manching aufweisen, gerieten die Remmos umgehend in Verdacht, auch nun wieder ihre schmutzigen Finger im Spiel zu haben. Bewiesen ist das nicht. Und doch stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass diese Täter den deutschen Rechtsstaat immer wieder vorführen?

Eine weitere Frage ist, wie leicht Kriminelle Kulturgüter stehlen können. Offenkundig ist es nicht allzu schwer, im Land der Dichter und Denker die Sicherheitskonzepte der Museen und Ausstellungshäuser auszuhebeln. Offenkundig wird niemand von den dort Verantwortlichen misstrauisch, wenn ein Stromausfall die eigenen Schutzvorkehrungen aushebelt. Und offenkundig gibt es für viele Einrichtungen keinen Wachschutz, der wenigstens sporadisch nach dem Rechten sieht und bei Bedarf sofort eingreift. In Manching wurde der Raub erst am nächsten Tag bemerkt, in Dresden beobachteten Sicherheitsleute zwar die Tat auf einem Monitor, durften aber „aus Sicherheitsgründen“ nicht selbst einschreiten, sondern mussten die Polizei informieren.

Natürlich kann in einem Land wie Deutschland mit seiner einzigartigen Dichte an kulturellen Schätzen nicht jeder Ort rund um die Uhr wie eine Festung bewacht werden. Aber dass man in bedeutende Stätten der Weltkultur einfach hineinspazieren kann, sobald man den Strom ausgeschaltet hat, macht sprachlos.

Der niedrige Stellenwert der Kultur

Und so gilt es, noch vor allen Sicherheitsfragen darüber zu sprechen, welchen Stellenwert historische Gemälde, Skulpturen, Bücher und Handschriften hierzulande haben. Denn die Museen, Archive und Bibliotheken, in denen diese lagern, sind ja nicht nur von Räubern bedroht, sondern auch von Schlamperei und Vernachlässigung. 2004 fielen 50.000 Bände der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar einem verheerenden Feuer zum Opfer. Als Ursache gilt ein Schwelbrand, der durch ein veraltetes Kabel ausgelöst wurde. Ein Debakel also, das vermeidbar gewesen wäre.

Und in Köln stürzte 2009 das historische Stadtarchiv zusammen, weil gleich nebenan waghalsig ein U-Bahn-Tunnel gebaut wurde und selbst ein Absinken des Gebäudes um 20 Millimeter während der Bauarbeiten niemanden alarmierte. So fiel ein Bauwerk, das immerhin den Zweiten Weltkrieg, der Köln in Schutt und Asche legte, schadlos überstanden hatte, der Ignoranz unserer Tage zum Opfer. Der materielle Schaden geht in die Milliarden, der ideelle ist nicht zu benennen.

Doch zurück zu Manching: Wo bleibt in dieser Sache ein Wort der zuständigen Kulturstaatsministerin, die qua Amt oberste Lobbyistin in Sachen Kultur sein sollte? Wo bleibt zum Beispiel ein Appell an die Nation, endlich die Gefahren für das in Deutschland liegende Kulturgut zu erkennen und dieses angemessen zu sichern? Zu vernehmen war Claudia Roth dazu in den vergangenen Tagen nicht. Auch auf ihrer dienstlichen Webseite findet sich dazu nichts. Dafür unter dem Stichwort „Green Culture“ ein Plädoyer für einen „Aufbruch zu mehr Nachhaltigkeit in Kultur und Medien“ – was auch immer das im Kontext der Kultur sein soll. Gibt es etwas Nachhaltigeres als einen jahrtausendealten Goldschatz – und dessen Aufbewahrung an einem sicheren Ort?

Derlei Nicht-Reaktionen sowie auch der Befund, dass der Raub von Manching schon wenige Tage später aus dem Fokus der Öffentlichkeit weitgehend verschwunden ist, lassen indes befürchten, dass die Deutschen auch in Zukunft so manches „Manching“ erleben werden.

 

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